Regatten

Auf dieser Seite finden Sie aktuelle Berichte zu verschiedenen Regatten und Links zu den Ergebnissen und weiteren Bildern.

Unter Meldungen finden sich die aktuellen Änderungen sowie weitere Nachrichten an die Segler. 

Deutschlandpokal 2017 Steinhuder Meer

© Stefan Ibold

Der Deutschlandpokal der Hansa-Jollen wurde  2017 am 15. und 16. Juli auf dem Steinhuder Meer ausgesegelt. Ausrichtender Club war der Schaumburg-Lippische Seglerverein in Steinhude, dem an dieser Stelle noch einmal unser Dank für die perfekte Organisation und die herzliche Gastfreundschaft gilt.

10 Mannschaften kämpften in insgesamt 6 Wettfahrten bei meist mäßigen Winden um den Pokal. Gewonnen hat ihn nach spannenden Kämpfen die Mannschaft Nils und Axel Schildt mit ihrem Originalschiff von Abeking & Rasmussen 

Die Ergebnisse online:

Alle Bilder dieses Artikels mit freundlicher Genehmigung von Stefan Ibold. Alle Bilder sind einzusehen unter http://sailing-pictures.de.

Der Initiator:

Albrecht Sattelmacher, der uns zu seinem Revier eingeladen hatte, ist leider sehr plötzlich vor wenigen Wochen verstorben. Der Club hat mit seinem neu gewählten Vorstand entschieden, die Austragung des Deutschlandpokals weiterhin durchzuführen.

Wir starten zusammen mit den Kielzugvögeln, die zeitgleich ihre Niedersächsischen Meisterschaften aussegeln.

Das Revier:

Kenner lieben das Steinhuder Meer als eines der besten Segelreviere Norddeutschlands. Die fast kreisrunde Wasserfläche, gute Winde und eine intakte Natur lassen das Herz eines jeden Seglers höherschlagen. 

Die in den letzten Jahren beobachtete Verkrautung ist stark zurückgegangen und stellt heute für das Segeln keine Behinderung mehr dar.

© Stefan Ibold
© Stefan Ibold

Hamburg SummerClassic 2017

© Hamburg SummerClassic

25te Hamburg Summer Classics auf der Alster in Hamburg am 5/6.August 2017

 

Zum 125 jährigen Jubiläum des Hamburger Segel Clubs fanden am 5/6.August die 25ten Summer Classics auf der Alster mit 65 klassischen Holzbooten statt. Leider sind bei vielen Booten nur noch die Rümpfe alt ( mindestens 25 Jahre. ) und die gesamte bewegliche Ausrüstung ist modern, teilweise sogar Hightech. Da haben es historische Boote wie Drachen, Jollenkreuzer und Hansa-Jollen natürlich schwer, sich zu behaupten. Aber gerade die Drachen und Hansajollen als Kielboote bringen immer wieder große Teilnehmerzahlen mit wunderschönen Booten und erfreuen Organisatoren und Zuschauer. So waren auch diesmal 6 Hansajollen dabei und die gerade frisch restaurierte 73 von Dirk Grah beeindruckte durch Ihr Finish und wurde zum schönsten Boot gekürt. Außerdem waren dabei die 43 mit Tim Kröger, die OE97 mit Thomas Körner vom Wolfgangsee, die Ger84 mit Alex Schlatterer, die 171 mit Nils Schildt, die 175 mit Gerd Krützmann. Bei schönem, trockenen Wetter mit moderatem Wind wurden am Sonnabend 3 Wettfahrten und am Sonntag mit etwas mehr Wind noch eine 4te gesegelt, so das es einen Streicher gab. Durch den Gewinn der ersten Wettfahrt und ein ganz enges Duell zwischen der 43 und der 171, konnte Maharani am Ende als gesamt 9ter auch bestes Kielboot und beste Hansajolle werden. Die ersten 8 Boote waren alles Jollen mit

Hightech Ausrüstung. Es folgte die 43 vor der 175, OE97dann 73 und Ger 84. Es war mal wieder eine schöne Veranstaltung und Hamburg ist immer eine Reise wert.

© Hamburg SummerClassic
© Hamburg SummerClassic

GermanClassics 2017 in Laboe

©Katrin Höhne


Bericht von den German Classics vom 17.-20.8.2017 in Laboe/Ostsee von Nils Schild 

Es waren 135 klassische Yachten gemeldet, davon sechs Hansajollen und ein Junior-Folkeboot, die Pige. Ein für uns sehr gutes Meldeergebnis wie auch schon in Hamburg zu den Summer Classics.

Bei durchwachsenem Wetter mit 3-4 Windstärken wurden am Freitag zwei Dreiecke in der Strander Bucht mit allen Schiffen auf der gleichen Bahn gesegelt. Durch die vielen Schiffe an den Tonnen und teilweise große Abdeckungen beim Überholen Groß gegen Klein, waren es sehr interessante Wettfahrten, die am Ende zu folgenden Platzierungen führten. Maharani 171 vor Juniorboot Pige. Dann G83 Sausebraus aus Berlin vor OE 97 Th. Körner vom Wolfgangsee. Es folgte 174 Biene vor G84 Aegir und 175 Gerd Krützmann. Leider regnete es am Abend schon wieder so stark, dass die Preisverteilung im Zelt stattfinden musste. Aber eine tolle 2-Frauen-Band entschädigte alle mit einer hörenswerten Gesangsdarbietung.

 

Am Sonnabend sollten 3-4 Windstärken sein, mit Böen bis 5. Aber um 10.00 Uhr wehte es am Kiel Leuchtturm schon mit stabilen 6 Beaufort. Die Hansajollen und Jollenkreuzer wurden daher wieder in die Strander Bucht geschickt, um dort Ihre Langstreckenregatta zu segeln.

Es herrschte konstant 4-5 mit Böen von über 6 Windstärken und alle Hansajollen bis auf Maharani, die nicht reffen kann, hatten kleine Segel gesetzt. Auch das Juniorboot hat keine Reffmöglichkeit und musste mit vollem Grossegel antreten. Es hat aber 300 kg Kielgewicht und konnte mit den Windbedingungen gut umgehen. Gleich nach dem Start wurden die Karten vorn gemischt und das Juniorboot konnte sich sofort absetzen, gefolgt von G 83 Sausebraus und 171 Maharani. Alle konnten mit Ihren kleinen Segeln gut zurecht kommen, nur Maharani hatte echt zu kämpfen und lieferte sich mit 174, 175 und Oe 97 mit oft wechselnden Positionen ein spannendes Rennen. Da der letzte Gang ins Ziel raumschoots erfolgte, konnte aufgrund des vollen Großsegels die 171 den 3ten Platz ins Ziel bringen. Erster und zweiter wurden unangefochten das Juniorboot und die G83 Sausebraus von Stefan Sendner, der damit auch den Sphinx Pokal für die beste Hansa Jolle gewann. Es folgten die 175 Flyt vor OE97 Südwind, 174 Biene und G84 Aegir. Am Abend wieder Regen und Preisverteilung im Zelt. Auch wegen der großen Anstrengungen beim Segeln wurde es kein langer Abend. Aber am Sonntag morgen schien die Sonne und dank guter Organisation wurden alle Hansa Jollen schon ab 8 Uhr gekrant und alle konnten schon bis 11 Uhr Laboe gen Heimat verlassen. Da fing es auch schon wieder furchtbar zu Regnen an.

Eine umfangreiche Bildgalerie ist bei Sören Hese zu finden.

Freitag: http://soeren.zenfolio.com/gc2017a

Samstag: http://soeren.zenfolio.com/gc2017b

Rheinwoche 2017

Bendix Landmann

Mit der Hansa-Jolle auf der Rheinwoche 2017

Hier wird kein klassischer Dreieckskurs gesegelt, sondern in mehreren Etappen eine größere Distanz von Verein zu Verein gesegelt. Die Schikanen sind dabei die vielen Windungen des Flusses, die seichten Gründe und die Berufsschifffahrt. Insgesamt 97 Boote haben 2017 gemeldet, davon einige aus England, Holland und Belgien. Organisiert wird diese Großveranstaltung auf einer Bundeswasserstrasse von der Regattagemeinschaft Rhein. (RGM) Die RGM wiederum besteht aus 22 Sportvereinen die längs des Rheins beheimatet sind. In der RGM befinden sich erfahrene Segler, die seit vielen Jahren in der Organisation mit einer länderübergreifenden Regatta dieser Art Erfahrung haben. Der Dreh- und Angelpunkt der Regatta ist das Begleitschiff Eureka, ein holländisches Fahrgastschiff mit seinem Kapitän Edwin Bosma, der selbst früher begeisterter Segler war. Das ist auch sehr hilfreich, da die meisten Rheinschiffer große Befürchtungen gegenüber Rheinseglern haben, da diese nicht wie jeder andere auf dem Rhein sich an die rechts/links Fahrweise hält, sondern immer im Zick-Zack daherkommen. Einer allein ginge ja noch, aber gleich 97 Boote auf einmal! 

Es gibt berüchtigte Ecken im Rheinverlauf mit unübersichtlichen S-Kurven (Unkeler Loch) und wie es das Schicksal will, sind da plötzlich auch noch 5 oder 7 Berufssschiffe gleichzeitig auf dem Kurs. Gleichzeitig muss man immer mit Windabfall rechnen, durch Luv-Abschattung von Bäumen oder Häusern am Rand des Ufers. In gefahrvollen Situationen dürfen Paddel oder Motor zur Sicherung des eigenen Bootes genutzt werden. Nachdem man aus der Gefahrenzone heraus ist, muss Paddel oder Motor eingestellt werden und als Strafmaßnahme eine 360° Drehung unter Segel durchgeführt werden. Wer dies nicht macht hat die Sicherheit, dass die Konkurrenten die Protestflagge setzen und den säumigen Delinquenten bei der Regattaleitung melden werden. Eine weitere Spezialität der Rheinschifffahrt sind die großen Blauen Schilder die Steuerbords gleich neben der Brücke an den Rheinschiffen angebracht sind. Hierdurch signalisieren sich die Berufsschiffer ob sie im rechts/links Verkehr aneinander vorbei gehen oder Steuerbord an Steuerbord! Der Talfahrer hat den Vorrang das blaue Schild aufzuklappen. Damit kürzen die Berufsschiffe die engen Kurven und können schneller ihre Ladung transportieren. Für uns Segler bedeutet dies, gehe nie dicht hinter dem Heck eines Bergfahrers mit aufgeklapptem blauem Schild durch sein Kielwasser, da gleich hinter ihm ein Talfahrer auftauchen könnte den du vorher nicht gesehen hast. Bedenke auch dass Rheinschiffe mit Aufbauten oder Containern immer Luvabdeckung bedeutet und deine Manövrierfähigkeit mit abnehmendem Wind ausfällt.

Der Abschluss einer jeden Etappe findet auf der Eureka statt. Das große Begleitschiff ist gleichzeitig Regattabüro, Steuermannbesprechung, Ehrungen der Zwischenergebnisse, Ansprache der Wasspo und Schiedsgericht bei Protestverfahre, tagsüber für die Mannschaften schwimmende Kantine und nachts zur Übernachtung der Crews die keine Kajüte an Bord haben. Das Oberdeck sieht dann nachts aus wie ein „Welpenlager“ in der Jugendherberge. Wer sich für eine solche Regatta als Zuschauer begeistern möchte, kann alle Etappen, oder auch nur einzelne Abschnitte, als Gast auf der Eureka mitfahren. Die Eureka befindet sich meist in der Mitte des Regattaabschnittes, von hier aus hat man die beste Aussicht auf das Geschehen - also Mittendrinn im „Zick Zackgewühle“.

Den vollständigen Artikel finden Sie in Jahrbuch 2018!